Neuigkeiten zur FSK-Neukennzeichnung

    • Neuigkeiten zur FSK-Neukennzeichnung

      Logos bekommen ein neues Design, Warnhinweis vor Hauptfilm

      Im Zuge der Novellierung des neuen Jugendschutzgesetzes wurde unter anderem eine Neukennzeichnung der Trägermedien beschlossen. Hierbei sollten die Logos der FSK bzw der USK groß auf der Frontseite des Trägermediums prangern.

      Diese neue Regelung stieß in der Branche nicht auf viel Gegenliebe, was auch dem Design der FSK-Logos zuzuschreiben war. Nach ein bisschen Lobbyarbeit schaffte es der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV Medien) dass die Logos geändert werden.

      Neue FSK-Kennzeichen

      Die neuen Kennzeichen haben eine Größe von 1200 mm² für das Frontcover und 250 mm² für den Datenträger. Während die Grundfläche durchsichtig ist, befindet sich in der Mitte ein undurchsichtiger Kreis in welchen die Freigabe zu finden sein wird.

      Die Logos sind auf dem Cover "unten links" zu platzieren und müssen dort fest in das Artwork integriert werden. Die Benutzung von Stickern ist hier nicht zulässig.

      Übergangsfrist

      Für Lagerware gilt eine Übergangsfrist, welche bis zum 1. April 2010 läuft. Ab diesem Datum müssen die Filme mit den in die Frontcover integrierten Logos ausgeliefert werden. Die Restbestände können mit manuelle angebrachten Logos versehen werden. Neuveröffentlichungen müssen das neue Logo tragen.

      Regelungen für Filme mit "keine Jugendfreigabe", "FSK ab 18 Jahren" und "SPIO/JK geprüft"

      Filme, welche von der FSK mit "keine Jugendfreigabe" freigegeben wurden, werden, wie oben zu sehen, einheitlich das Zeichen "FSK ab 18" tragen. Können aber wie gehabt nicht indiziert werden. Alle Filme, welche vor dem neuen Jugendschutzgesetz vom April 2003 geprüft wurden und noch das alte "Nicht freigegeben unter 18 Jahren" Logo tragen, dürften nicht mit dem neuen Aufdruck versehen werden.

      Filme, welche von der SPIO/JK geprüft wurden, behalten ihre bekannten Logos.

      FSK-Hinweis vor dem Film

      Neu beschlossen wurde auch ein Hinweis, welcher vor dem Hauptfilm abgespielt werden muss. Dieser lässt sich nicht überspringen und beinhaltet folgenden Text:

      "Die FSK-Kennzeichnungen erfolgen auf der Grundlage von §§ 12, 14 Jugendschutzgesetz. Sie sind gesetzlich verbindliche Kennzeichen, die von der FSK im Auftrag der Obersten Landesjugendbehörden vorgenommen werden. Die FSK-Kennzeichnungen sind keine pädagogischen Empfehlungen, sondern sollen sicherstellen, dass das körperliche, geistige oder seelische Wohl von Kindern und Jugendlichen einer bestimmten Altersgruppe nicht beeinträchtigt wird. Weitere Informationen erhalten Sie unter fsk.de.“

      danke

      (Quelle: bvv-medien.de/index.php?content_id=43)
      :beten ;) :bumm

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von filmfanno1 ()

    • Paramount äußert sich zu den neuen FSK-Logos
      Ein Erfahrungsbericht zu den neuen Logos

      Am 01. Juli 2008 trat in Deutschland das neu überarbeitete Jugenschutzgesetz in Kraft. Diese sah unter anderem vor, dass die FSK-Logos nun vergrößert auf dem Frontcover angebracht sein müssen. Im Zuge dessen hat der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV Medien) eine Überarbeitung der Logos erwirkt.

      Die Kollegen von Areadvd.de führten nun ein Interview mit Torsten Nobst, dem Senior Product Manager von Paramount Deutschland über die Erfahrungen mit der neuen FSK-Kennzeichnung.

      Nobst erzählt, dass es einen erheblichen Zeitaufwand darstellt die Produkte auf die neue FSK-Kennzeichnung umzustellen. Dazu kommt noch ein großer finanzieller Aufwand, welcher die Branche stark belastet. Das resultiert nicht nur aus der Kennzeichnung auf dem Cover, sondern auch daraus, dass die Zeichen 4 Farbig auf die DVD bzw. die Blu-ray gedruckt werden müssen und natürlich dem nicht überspringbaren Hinweis vor dem Hauptfilm.

      Wie man es in Zukunft mit Steelbooks und anderen Sonderverpackungen handhaben wird muss noch geklärt werden, da man keine ablösbaren Aufkleber oder Banderolen benutzen darf und außerdem das FSK-Zeichen auf jedem Bestandteil einer Box drucken lassen muss. Wie schon von anderen Labels angekündigt bietet sich die Möglichkeit an, Wendecover für die einfachen Veröffentlichungen im Keepcase anzubieten. Etwas, dass auch Paramount in Betracht zieht.

      Eine Vereinheitlichung in Sachen Jugendschutz für ganz Europa wäre daher erstrebenswert, weil durch die Auflagen und Einschränkungen für die deutschen Label Wettbewerbsnachteile enstehen.

      danke
      :beten ;) :bumm
    • Erschreckenderweise ist der Film "Thank you for Smoking" im übertragenen Sinne realer den je! :rolleyes: Jedes Produkt wird in Zukunft mit einem übergroßen "Warn"-Stempel versehen sein. Weil wir Deutschen nach Meinung unserer Regierung scheinbar unfähig sind selbst Entscheidungen zu treffen.

      DVDs werden bei mir dann leider bald nur noch im Ausland gekauft. So ein verschandeltes Cover kommt mir nicht ins Haus.
      TO THE WARRIORS AND THE KEEPERS OF THE GATE, WE AWAIT...[/align]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sa.m ()

    • In dieser Hinsicht hat sich seit der ersten Unzufriedenheit ja schon wieder einiges getan. Nachdem Wendecover inzwischen offiziell von BPjM freigegeben wurden und Steelbooks ein zweites kennzeichnungsfreies Cover auf der Rückseite erhalten werden, wurde nun zusätzlich eine Sonderregelung für Sonderverpackungen wie Digipacks in Aussicht gestellt.
      Sammler dürfen also zumindest ansatzweise wieder aufatmen.
    • Gerade in heutigen Zeiten, wo es kein Problem ist, über das Internet für Minderjährige alle Arten von Filmen anzuschauen, erscheint diese Neukennzeichnung lächerlich. Die vorgeschobenen Gründe, weshalb es erforderlich sein soll, sind auf den zeiten Blick alle zu entkräften. Vielmehr scheint es eher eine künstliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für bestimmte deutsche Institute zu sein, um an öffentliche Gelder zu kommen!