Casablanca (1942)

    • Dieses Forum Kult und Klassiker hat als Beschreibung: Von Casablanca bis Pulp Fiction, aber dennoch fehlt Casablanca bisher. Nun werde ich es ändern.

      Ist wirklich ein toller Film.
      Viele denken sicher, dass es ein schnulze ist, aber keine Spur davon.
      Der Film springt von Genre zu Genre. Enfach toller Mix.
      Super spannend in jeder Minute. Und erst die Filmmusik von Max Steiner. Das Hauptthema kennt wohl jeder, zumindest vom hören.

      Was sagt ihr zu diesem zeitlosen Meisterwerk?
    • Ja. Volle Zustimmung, regiecut! Der Film ist ein Klassiker und Meisterwerk.
      Der Film ist wirklich ein toller Mix aus verschiedenen Genres. Und auf keinen Fall wie vielleicht von vielen vermutet eine Schnulze.
      Casablanca ist spannend, hat eine interessante Story und tolle Musik.
      Diesen absoluten Klassiker kann ich wirklich jedem empfehlen.

      Grüße
      "Andauernd reden heißt noch lange nicht kommunizieren."
      (Eternal Sunshine Of The Spotless Mind)
    • Bei mir ist es bestimmt schon über 10 jahre her wo ich den Film gesehen habe, deshalb kann ich mich auch nur sehr dunkel daran erinnern aber gut gefallen hatte er mir schon, wenn er das nächste mal im Fernsehen läuft werd ich mir den nochmal angucken.
      Ich habe mal gelesen das von Casablanca ein remake geplahnt ist, die weibliche Hauptrolle soll angeblich Jennifer Lopez übernehmen ?

      Gruß

      got glint?


    • Ach, ja über das mögliche Remake ist nicht viel bekannt.
      Nur haben Jennifer Lopez und Ben Affleck (sind ja bereits verheiratet) vor einiger Zeit die Rechte an Casablanca gekauft. So ist es irgendiwe logisch wenn die beiden dann das Paar spielen. Also Jennifer Lopez den Part von Ingrid Bergman und Ben Affleck die von Humphrey Bogart.
      Hoffe daraus wird nichts. Wäre doch irgendwie schlimm ein Remake mit den beiden als Hauptdarsteller.
    • Ich hoffe auch das der Film nicht nochmal als Remake kommt, schon garnicht mit Lopez und Affleck.

      Casablanca ist ein jahrhundert Film den man in der heutigen Zeit nur noch versauen könnte, heutzutage könnte man den Charme von soeinem Film gar nicht wiederholen. Früher gab es noch richtige Gentlemans, nur sind diese alle ausgestorben, imo.


    • Ja. Das sehe ich genau so wie ihr beiden (regiecut und got glint?). Ein Remake von Casablanca wäre in meinen Augen völliger Blödsinn. Man kann den Film gar nicht mit so einem Charme und so einer Wirkung wiederholen. Ganz zu schweigen von den beiden Darstellern Lopez und Affleck. Das würde nur daneben gehen.

      Es gab glaub ich auch schonmal ein Remake von Casablanca und das wurde voll versaut. Nicht zuletzt weil der film in farbe war und überhaupt nicht den Charme des Originals austrahlen konnte.

      Ich behaupte einfach, dass man von Casablanca kein Remake machen kann. An diesen Film im Original wird nie ein Remake auch nur annähernd heranreichen.

      Grüße
      "Andauernd reden heißt noch lange nicht kommunizieren."
      (Eternal Sunshine Of The Spotless Mind)
    • irgendwie hat der film was besonderes. sehe ihn immer wieder gerne. so leids mir tut, nehme ich ingrid bergman ihre rolle aber nicht immer ganz ab...

      und eine der schönsten filmszenen der filmgeschichte, wie die wacht am rhein von la marseillaise niedergesungen wird (auch wenn die "vive la france"-dame mit ihrem rührseligen blick fast noch alles ruiniert)
    • spiel es noch einmal, sam

      kultfilm und wunderbar anzugucken, wenn man mal nen bisschen ausspannen will :daumen
      9.4/10 punkten

      btw. habt ihr zufällig mal ne digital überarbeitete version von dem film gesehen? sowas ist total schrecklich! haben wir sofort ausgemacht, als wir das gesehen haben...
      meine lieblingsfilme:

      ben hur, der mit dem wolf tanzt, doktor schiwago, die brücke, der unsichtbare dritte, die vögel, psycho, die durch die hölle gehen, gladiator, american history x, beruf: reporter, scarface, no country for old men, duell, easy rider, pulp fiction, alien, memento, der dritte mann, uhrwerk orange, apocalypse now, dr seltsam oder: wie ich lernte, die bombe zu lieben, shining, denn sie wissen nicht was sie tun, giganten, wege zum ruhm, barry lyndon, 2001: odyssee im weltraum, solaris, wilde erdbeeren, fight club, taxi driver, wie ein wilder stier, das boot

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von golem ()

    • Original von golem
      btw. habt ihr zufällig mal ne digital überarbeitete version von dem film gesehen? sowas ist total schrecklich! haben wir sofort ausgemacht, als wir das gesehen haben...


      was genau meinst du mit digital bearbeitet? restauriert oder gefärbt etc...?

      restaurierte fassungen finde ich eigentlich garnicht so schlimm. auch das später einfärben nicht. es kommt allerdings auf den film an. CASABLANCA in farbe...das würde nicht funktionieren.

      ...gibt es eigentlich eine gefärbte CASABLANCA fassung?


      naja, uns bleibt immer noch paris

      ;)
    • Original von spielbergklon
      was genau meinst du mit digital bearbeitet? restauriert oder gefärbt etc...?


      restauriert... dann wirkt alles so 3D mäßig, aber das passt mir mit dem schwarz weiß bild irgendwie so dermaßen nicht zusammen :/

      Original von spielbergklon
      ...gibt es eigentlich eine gefärbte CASABLANCA fassung?


      glaub ich nicht. hab halt nur die restaurierte mal gesehen - war schon schlimm genug für mich!
      meine lieblingsfilme:

      ben hur, der mit dem wolf tanzt, doktor schiwago, die brücke, der unsichtbare dritte, die vögel, psycho, die durch die hölle gehen, gladiator, american history x, beruf: reporter, scarface, no country for old men, duell, easy rider, pulp fiction, alien, memento, der dritte mann, uhrwerk orange, apocalypse now, dr seltsam oder: wie ich lernte, die bombe zu lieben, shining, denn sie wissen nicht was sie tun, giganten, wege zum ruhm, barry lyndon, 2001: odyssee im weltraum, solaris, wilde erdbeeren, fight club, taxi driver, wie ein wilder stier, das boot





    • Casablanca
      (Casablanca)
      mit Humphrey Bogart, Ingrid Bergman, Paul Henreid, Claude Rains, Conrad Veidt, Sydney Greenstreet, Peter Lorre, S.Z. Sakall, Madeleine Lebeau, Dooley Wilson, Joy Page, John Qualen, Leonid Kinskey
      Regie: Michael Curtiz
      Drehbuch: Julius J. Epstein / Philip G. Epstein / Howard Koch
      Kamera: Arthur Edeson
      Musik: Max Steiner
      FSK 6
      USA / 1942

      Während des Zweiten Weltkrieges betreibt der zynische Amerikaner Rick Blaine eine Bar in Casablanca, in der eines Tages der vor den Nazis geflohene Widerstandskämpfer Victor Laszlo mit seiner Frau Ilsa auftaucht. Von Nazi-Major Strasser verfolgt hoffen sie, dass ihnen Rick zur Flucht in die USA verhelfen kann. Nach anfänglicher Weigerung erfüllt Rick, der früher eine Affäre mit Ilsa hatte, ihren Wunsch. Kurz vor dem Abflug muss sich Ilsa endgültig zwischen den beiden Männern entscheiden.


      Wenn man von den ganz großen Klassikern der Filmgeschichte spricht, dann fällt ganz automatisch auch immer wieder der Titel "Casablanca", der einerseits eine unglückliche Liebesbeziehung thematisiert, in seiner Hauptsache aber eigentlich vielmehr ein äußerst spannendes Kriegs-Drama darstellt. Wohl kaum ein anderes Werk beinhaltet so viele Zitate, die auch in der heutigen Zeit noch absoluten Kultstatus haben, wobei das bekannteste wohl immer noch Bogey's "Ich sehe dir in die Augen Kleines" sein dürfte, das im Prinzip jeder Film-Fan kennen dürfte, ganz egal wie immer er auch zu diesem zeitlosen Meisterwerk stehen sollte. Man kann es eigentlich nicht an einer bestimmten Sache festmachen, warum das Werk von Michael Curtiz diese Ausnahmestellung in der Filmwelt inne hat, aber schon nach wenigen Minuten verspürt man diese ganz einzigartige Faszination, die von der Geschichte ausgeht. Spätestens ab dem zeitpunkt, wenn man das erste Mal als Zuschauer "Rick's Americain Cafe" betritt, kann man sich dem magischen Bann von "Casablanca" nicht mehr entziehen und taucht immer tiefer ein in die Faszination des marokkanischen Schmelztiegels, der den Dreh-und Angelpunkt für viele Menschen darstellt, die Europa wegen der Nazis verlassen haben und die Stadt als Zwischenstation auf dem Weg nach Amerika benutzen. Die Atmosphäre in dieser Location kann man kaum in Worte fassen, aber es geht eine fast magische Wirkung von ihr aus, die den Betrachter in eine andere Welt zieht, in der man die Schrecken des Krieges wenigstens zeitweise hinter sich lassen kann und sich trotz der immer vorhandenen Präsenz einiger Nazis wohl fühlen kann.

      Nun wird "Casablanca" zumeist immer als tragische Liebesgeschichte beschrieben und in gewisser Art und Weise trifft das auch durchaus zu, doch der Film beinhaltet weitaus mehr als schnulzige Passagen, in denen Humphrey Bogart und die bildhübsche Ingrid Bergman im Fokus der Ereignisse stehen. Für mich jedenfalls ist es eigentlich der Hintergrund des Untergrundkämpfers Victor Laszlo (Paul Henreid), der den eigentlichen Reiz des Szenarios ausmacht und im Prinzip auch der Hauptbestandteil dieser spannenden Geschichte ist. Die Romanze von Bogart und Bergman ist lediglich der Aufhänger, um den Ereignissen den nötigen melodramatischen Touch zu verleihen, damit der Film in seiner Gesamtheit gesehen einen so befriedigenden Eindruck hinterlässt, das man in sich auch nach über 70 Jahren immer wieder gern anschaut. Es ist ganz einfach die wunderbar gelungene Kombination aus Romantik und Drama, die einen die ganze Zeit über fesselt und auch nachhaltig beeindruckt, denn wenn man "Casablanca" einmal gesehen hat, lässt einen dieser Film nie wieder los. Das liegt selbstverständlich auch an den grandios agierenden Darstellern, allein die Performance von Bogart als zynischer Cafe-Besitzer ist eine wahre Augenweide, doch auch sämtliche Figuren sind durch die Bank brillant besetzt. So kann man auch in einer eher kleineren Rolle den großen Peter Lorre ( M - Eine Stadt sucht einen Mörder) sehen, dessen Part aber leider viel zu klein ausgefallen ist.

      Nun handelt es sich hier um eine Story, in der im Prinzip überhaupt keine Action vorhanden ist, zudem ist die Erzähl-Struktur äußerst ruhig-und bedächtig gehalten. Vielmehr hat Michael Curtiz sorgsam darauf geachtet, seine Erzählung mit grandiosen Dialogen zu füllen, von denen etliche in den letzten Jahrzehnten einen unglaublichen Bekanntheitsgrad erlangt haben, wie es in wohl kaum einem anderen Film der Fall ist. Zudem handelt es sich hierbei keinesfalls um banale Wortwechsel, denn in vorliegendem Szenario ist alles dermaßen perfekt aufeinander abgestimmt, das man den Schauspielern phasenweise richtig an den Lippen hängt und begierig darauf wartet, welche brillanten Worte diese in den nächsten Sekunden verlassen werden. Sicherlich wird es auch genügend Leute geben, die diese Faszination und Leidenschaft nicht für "Casablanca" aufbringen können, denn für viele handelt es sich wohl eher um einen angestaubten Klassiker, der in der heutigen zeit einfach nicht mehr modern ist. Dabei handelt es sich hier wirklich um ein Werk, das auch die nächsten Jahrhunderte locker überstehen wird und dabei ganze Generationen begeistert, denn der magischen Wirkung der Ereignisse kann man sich einfach nicht verweigern. Dazu gehört auch das extrem melodramatische Ende der Story, bei dem natürlich auch ganz gehörig auf die Tränendrüse gedrückt wird.

      Letztendlich ist es wie immer reine Geschmackssache, doch handelt es sich hier um einen der wenigen Filme, die ohne jegliches Spektakel dennoch einen so bleibenden Eindruck hinterlassen, das man sie in regelmäßigen Abständen immer wieder anschauen muss. Und auch wenn man im Prinzip gar nicht so genau weiß, worin die Besonderheit dieser Geschichte liegt, so nimmt man diese Punkt ganz einfach hin und lässt sich gern immer wieder in die magische Welt von "Casablanca" versetzen. Eine äußerst ruhige, aber sehr spannende Geschichte, eine grandios agierende Darsteller-Riege und sensationelle Dialoge ergeben hier ein Gesamtbild, das man einfach nur als herausragend bezeichnen kann. Und so redet man an dieser Stelle vollkommen zu recht von einem der besten Filme aller Zeiten, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient.


      Fazit:


      Bis vor einigen Jahren habe ich mich diesem Klassiker immer erfolgreich verweigert, bevor dann doch die Neugier siegte und ich doch eine Sichtung wagte, um endlich einmal mitreden zu können. Von der ersten Minute an hat mich die Geschichte in ihren magischen Bann gezogen und so mein Film-Herz im Sturm erobert. Nichts war zu sehen von der so oft bezeichneten Schmonzette, stattdessen präsentiert sich ein richtig interessantes Szenario, das auch nach über sieben Jahrzehnten rein gar nichts von seiner faszinierenden Wirkung eingebüßt hat.


      10/10
    • Für mich ist Casablance wirklich der größte Film überhaupt. Der hat einfach alles - Liebe, Spannung, tolle Darsteller ... Ich liebe, wie die unterschidliche Genres immer wieder gemischt werden und der Film ist, wie andere schon erwähnt haben, auf keinen Fall ein Schulze. Ich finde, viele romantische Filme von heute könnten von Casablance schon ganz viel lernen. Ingrid Bergman war einfach so unglaublich schön und hätte nicht besser gecastet sein können. Alles einfach TOP!
      Doch am meisten hasse ich, dass ich dich nicht hassen kann. Nicht mal ein wenig, nicht mal ein bißchen. Nicht einmal fast.