Requiem for a Dream

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Requiem for a Dream

      Dieser Film zählt zu meinen absoluten Lieblingen... es ist kein "leichter" Film,und ich muß ehrlich sagen ich war selten von einem Film so mitgenommen als von diesem...

      Es geht um Drogenabhänigkeit... aber es ist kein typischer Drogenfilm... Es dreht sich nicht nur um ein paar Teenies die sich zudröhnen

      Für mich zeigt der Film die wirkliche Realität und ist finde ich krasser als KIDS.

      Dies Teilweise schnellen und absolut klaren Bilder die immer wieder untersetzt sind von einer Musik die einem unter die Haut geht.. Am anfang findet man die Titelmelodie meiner Meinung nach noch angenehm aber je länger der Film geht desto trauriger wirkt die Melodie..


      Ich kann jedem nur raten sich den Film mal anzusehen... würde mich freuen wenn ich noch Meinungen von anderen Usern über diesen Film hören kann...

      Hier noch ein paar Info's über den Film:

      Regie: Darren Aronofsky, USA 2000

      Schauspieler: Ellen Burstyn, Jared Leto, Jennifer Connelly, Marlon Wayans, Christopher McDonald, Louise Lasser, Sean Gullette, u.a.

      Gruß
      [SIZE=1,5]"Now after four years of beauty sleep I knew absolutely nothing about my enemies'
      strengths weaknesses or whereabouts.

      But as fated by God vengeance would have it, I who knew nothing knew one thing.

      As sure as God made little green apples I WILL KILL BILL"[/SIZE]
    • Hier noch schnell der INHALT


      Harry Goldfarb ist ein Bursche anfangs der Zwanziger und schon von Zuhause ausgezogen.
      Besuche zu Hause bei seiner Mutter Sara sind selten und wenn, dann enden sie meist damit, dass er ihr liebstes Möbel am Ende des Besuchs mitnimmt, um ihn beim Pfandleiher in Geld zu verwandeln. Geld, das er braucht, um sich und seinen Freunden Tyron und Marion Drogen zu besorgen.

      Eines Tages aber beschliessen Harry und Tyrone selber auf den fahrenden Zug aufzuspringen und Dealer zu werden.

      Etwa zur gleichen Zeit beginnt Harrys Mutter Abmagerungspillen zu nehmen, denn ihr sehnsüchtigster Traum - im Fernsehen aufzutreten, um aus der Anonymität des Mietshauses herauszuragen - scheint in Erfüllung zu gehen und sie will dort mit ihren speziellen roten Kleid auftreten....
      [SIZE=1,5]"Now after four years of beauty sleep I knew absolutely nothing about my enemies'
      strengths weaknesses or whereabouts.

      But as fated by God vengeance would have it, I who knew nothing knew one thing.

      As sure as God made little green apples I WILL KILL BILL"[/SIZE]
    • Hi,

      muß sagen da ich den Film nicht kenne. Klingt aber sehr gut!
      Ist er schon älter??

      Gruß
      :]
    • Ne 2000!! ist auch vor 3-4 monaten als deutsche DVD erschienen! schau ihn dir wirklich mal an...

      Gruß
      [SIZE=1,5]"Now after four years of beauty sleep I knew absolutely nothing about my enemies'
      strengths weaknesses or whereabouts.

      But as fated by God vengeance would have it, I who knew nothing knew one thing.

      As sure as God made little green apples I WILL KILL BILL"[/SIZE]
    • ich denke, nicht dass ein film wie KIDS wirklich realistisch sind. denn dieser wirkt so sehr pessimistisch und übertrieben, außerdem verallgemeinernt, dass es doch manchmal viel zu heftig und unglaubwürdig ist.
      ich bezweifle, dass unsere ganze jugend so krass drauf ist. allerdings gibt es natürlich auch ausnahmen.

      ich kenne jedenfalls keinen (will auch garnicht solche kennen ;) ) die so etwas machen...

      von dem film habe ich nicht gehört. ist auch nicht gerade mein filmgeschmack.
    • Hi!

      Hab den Namen schonmal gehört. Aber nähere Informationen zu dem Film habe ich in diesem Thread zum ersten Mal gehört. Vielleicht werde ich mir den Film mal ansehen...

      Grüße
      "Andauernd reden heißt noch lange nicht kommunizieren."
      (Eternal Sunshine Of The Spotless Mind)
    • Original von tarantino is the best
      Dies Teilweise schnellen und absolut klaren Bilder die immer wieder untersetzt sind von einer Musik die einem unter die Haut geht.. Am anfang findet man die Titelmelodie meiner Meinung nach noch angenehm aber je länger der Film geht desto trauriger wirkt die Melodie..


      Hab grad den Film auf DVD gesehen. Hab eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Der Film geht sehr unter die Haut. Die Musik und die Filmtechnik haben mir sehr gefallen. Es ist allerdings ein schwer verdaulicher Film, vor allem die letzte Viertelstunde fand ich sehr schlimm.

      Die Melodie kam mir sehr bekannt vor. Kam die schonmal in nem anderen Film vor?
      aktueller Lieblingsrhyme: "Ich täusch' nur vor, dass ich HipHop bin, somit ist jedes HipHop-Flittchen in mein Handy drin."

      "Me, I always tell the truth. Even when I lie."
    • Hab den Film vor 3 Wochen mal zufällig von nem Bekannten ausgeliehen bekommen. Ich kann auch nichts hinzufügen. Hab mal in der Internet Movie Database geschaut. Er war damals auf Platz 45 der besten Filme. Und in einem Kommentar zum Film habe ich gelesen, dass man diesen Film doch in jeder Schule zeigen könnte. Keiner, der diesen Film gesehen hat, würde je wieder Drogen nehmen. Ein echt heftiger Film, besonders der Kühlschrank hat mich erschrocken ...
    • Ich hab den Film auch vor ein paar wochen gesehen, fand den auch ziemlich sehenswert aber ich halte "Kids" für etwas realistischer (nicht besser). Die entwicklung der Darsteller hat mich sehr bedrückt, am anfang alles schön und zum schluss hin wirds immer trauriger aber der Film lohnt sich auf jeden fall.


    • My 2 cents:

      Ich bekomme auf die typische "Drogen-Optik" langsam aber sicher allergische Reaktionen. Bereits bei "Trainspotting" war mir dieser Stil ein kleiner Dorn im Auge, "Spun" schlug dem Fass den Boden aus, und "Requiem for a Dream" soll ja genauso sein? Danke.

      Und dennoch: RFAD ist für mich der erste Vertreter, dem dieser, dem typischen Drogenfilm ganz eigene, Stil aus schnellen Schnitten, hektischen Kamerafahrten, Zeitraffern und schräger Optik gut zu Gesicht steht. Denn Aronofsky verzichtet dabei gänzlich auf den Effekt solcher Methoden, sondern bedient sich ganz einfach ihrer komprimierenden Funktion - sehr zum Vorteil der Dramaturgie. Ein paar Einzelbilder reichen so oftmals schon, um eine völlige Gemütsänderung eines Protagonisten zu erklären.

      Und abgesehen davon? Wahrscheinlich die radikalste Entziehungskur der Filmgeschichte! Denn wo andere Werke entweder unkritisch coolifizieren (neudeutsch für "glorifizieren") oder den moralischen Zeigefinger konstant am linken (oder rechten, je nach politischer Gesinnung) Bildschirmrand einblenden, so deckt dieser Film beinahe liebevoll die nachvollziehbaren Beweggründe für die Sucht der Protagonisten auf. Er macht sie zu unumstrittenen tragischen Helden, mit moralischen Fehlern, vollkommen lebensecht und ehrlich. So beneidet man Harry und Marion um ihre anfangs glückliche Beziehung, äußerst geschickt wird die Drogensucht von ihrer subjektiven Meinung überlagert, dass das ja nicht so schlimm sei. Auch Tyrone wird keineswegs zur Jugendikone des Ghetto-Schwarzen degradiert, sondern entwickelt eine vollwertige Persönlichkeit, die ihn dem Zuschauer näher bringt. Und Harrys Mutter ist einfach die von Einsamkeit gebeutelte Frau, die sich völlig in ihrem Traum verliert, um endlich eine Daseinsberechtigung zu haben. Nachvollziehbar und zutiefst menschlich!
      Auch im Schluß blitzt dann wieder das klassische Drama auf, mit dem Unterschied, das hier ALLE Identifikationsfiguren tragische Helden und somit zum Scheitern verurteilt sind.

      Jegliches Glück wird zerstört, in der grausamsten Art, die nur denkbar ist. Statt einem moralinsaurem Ende mit Reue und Läuterung schickt Aronofsky seine Charaktere in einen unentrinnbaren Kreislauf aus Glück, Niedergang, Katastrophe, Demütigung, und wieder Glück, doch dieses Mal ein offensichtlich eingebildetes. So stellt sich die Frage, ob nicht auch das anfängliche heile Junkie-Leben nur ein Traum war. Denn als sich Tyrone in die Arme seiner Mutter zurückträumt, Marion an ihre teuer erkauften Drogen klammert und friedlich einschläft, Harry von einer Krankenschwester getröstet wird und seine Mutter sich endlich im erträumten Rampenlicht wiederfindet - das trifft härter als jede klassische Katharsis es vermocht hätte.
      "...wenn mir dieses dumme Dreckschwein, diese spermarülpsende Arschfotze, diese Elefantenschwänze lutschende, von oben bis unten mit dem Kot toter Kinderschänder beschmierte Sackratte jemals über den Weg laufen sollte, dann kastriere ich ihn mit einem rostigen Gurkenhobel!" - Christian Kessler
    • Nachvollziehbare sucht find ich toll......

      Das ist ja das tolle an dem Film. Die Protagonisten findet man nicht als a-typische Junkies, sondern als durchaus sympathische Personen, die auch zwischenmenschlich nichts an Gefühl vermissen lassen. Und wenn Harry seiner neurotischen Mutter noch hundertmal den Fernseher klaut, um ihn wieder zu verkaufen, er würde ihr vermutlich nie etwas zu Leide tut, genauso wenig wie sie ihrem Sohn. So hat der Film absoluten Realitätsanspruch und durchaus pädagogischen Wert in bezug auf jugendlichen Drogenmissbrauch. Harry Goldfarb ist kein Arschloch, aber er ist süchtig. Er ist ein aus dem Leben gegriffener Junge - der durch missliche Umstände zum Giftler wurde. So wie das im wirklichen Leben auch passiert !!

      Und noch einmal das ist ein ANTIdrogenfilm !!!



    • Arrr... hab mir den Film vorletzte Woche auf DVD geholt. Und ich war einfach nur begeistert/geschockt. Ein lebendig gewordender Alptraum.
      Es passt eigentlich alles. Die glückliche Stimmung im "Sommer", das langsame Erwachen im "Herbst" und der totale Horror im "Winter".
      Und dazu diese schrecklich schöne Melodie. Bei welcher man schnell eine Gänsehaut bekommt. Und Angst vor dem Kühlschrank hab ich jetzt neuerdings auch...
      ;)

      Unbedingt zu empfehlen. Aber ein Vergleich zu Trainspotting und den anderen Anti/Drogenfilmen, halte ich doch für unpassend, da zB Trainspotting oder auch "Human Traffic" mehr auf Comedy fixiert sind...
    • Kann mich eigentlich meinen Vorrednern nur
      anschliessen ....

      Die visuellen Kleinigkeiten im Film sind
      schon mal sehr sehr gut.. ;)

      Die Story war aber auch echt krass...
      Vorallem zum Ende hin wird man ziemlich
      geschockt und die Sache mit dem Arm.... :aua:

      Man kann die Sucht sehr gut bei allen
      nachvollziehen, vorallem bei der alten Frau,
      die einsam und isoliert ist, was auch in der Realität
      durchaus oft vorkommt, und worüber man mal
      nachdenken sollte...

      Der Score hat mich auch umgehauen...

      Alles in allem ist das harter Tobak,
      mit genialen Bildern und ein Film,
      über den mal mal nachdenken sollte....

      Die dvd brauch ich wohl erstmal nicht, den
      nochmal möchte ich mir den Film in nächster Zeit
      wohl nicht anschauen.... ;)

      8/10 Fernsehern !
    • Sehr lustiger Film!
      Die Darstellung des Konsums verschiedener Drogen (Heroin oder halt ein Ei und ne Tasse Kaffe) sind meiner Meinung nach sehr interessant dargestellt.
      Die Rauschzustände der Alten gehören für mich zu den geilsten Szenen des Films.
      Außerdem ein sehr nettes Ende. :autsch:
      "Sieh nur, selbst Juana, die sonst so kalt und gefühllos ist, scheint beeindruckt." (Almodovars "Kika")
    • lustig wuerd ich den nicht gerade bezeichnen, fuer micht ist der eher tragisch und schön (anzusehen)


      GTA, motherfucker!

    • Ich habe mir gestern zum ersten mal die DVD angeschaut.

      Ich kann eigentlich nichts mehr hinzufügen.
      Klasse Streifen. Ich war einfach nur begeistert und geschockt. Das Visuelle war ziemlich gut gemacht.
      Die schauspielerischen Leistungen waren alle sehr überzeugend. Die Musik fand ich besonders gut und hat meiner Meinung nach in jede Szene perfekt gepasst. Bekomme jedes mal bei der Melodie ein wenig Gänsehaut. Die Szene mit dem Kühlschrank hat schon ein wenig geschockt. Die Idee mit den Jahreszeiten fand ich klasse und auch der Übergang war gut gemacht.
      Der Winter wird dann zum Alptraum. Das Ende lässt niemanden kalt. Das mit dem Arm war ziemlich derb.
      [COLOR=f5f5f5]Auch diese Elektroschock Behandlung[/COLOR] bei der alten Frau fand ich heftig.

      Irgendetwas Negatives fällt mir jetzt nicht ein.
      Requiem for a Dream man einfach mal gesehen haben.

      9/10 Kühlschränken

      mfg
      t0mi
    • *Threadmalwiederhochschieb* ;)

      RFAD zählt zu meinen filmischen Favoriten, denn sowohl der intensive, visuelle Stil, gepaart mit der akustischen Untermalung sind in der Form einzigartig und wurden auch nie so zweckhaft eingesetzt. Der eskalierende Plot wird durch die stilistischen Mittel dermaßen gekonnt unterstützt, dass man ihnen durchaus symbolischen Charakter bescheinigen kann. Ein Modellversuch, der auch durch die sympathischen und realistischen Charaktere (bei expressionistischer Inszenierung!) einfach wahrhaftig wirkt. Vielleicht der ehrlichste Blick in die Drogenwelt, die jemals auf Celluloid abgespielt wurde. Die letzte halbe Stunde ist schon richtig harter Tobak, was man sogar als Anleihe zur katharsischen Wirkung des aristotelischen Theaters sehen kann. Ich jedenfalls fühlte mich 10 Jahre älter und irgendwie geläutert, nachdem ich den Film gesehen hatte. Ja, man fühlt sich irgendwie grottenschlecht und ist doch froh. Froh darüber, das es einem nicht so ergeht, dass man den Geist hat, sich zu distanzieren, sich seiner eigenen Prioritäten nicht zu entfremden. Es gibt doch nichts schockierenderes, als Menschen, die man liebt über eine Sucht hinweg zu vergessen, ja alles, was einem mal von Bedeutung war über den Haufen zu werfen, nur um den nächsten Schuß einfahren zu können. Und man bezahlt den doppelten Preis! Zum Einen den bereits angeschnittenen psychischen Preis, den Verlust von Individualität, Liebe, Wertgefühl, den Dingen, die einen Menschen ausmachen. Desweiteren den physischen Preis in Form von Freiheitsentzug, Prostitution, oder einem amputierten Arm. Dieser Film sollte wirklich Pflichtprogramm in jeder Schule werden. Die abschreckende Wirkung ist allzu deutlich und nicht, wie bei "Trainspotting" beispielsweise hinter einer komödiantischen Farce versteckt. Ähnlich wie in Stone-filmen wird hier mit dem Hammer agiert, der keine Unklarheiten hinterlässt.

      Mein persönliches Fazit: lockere 9/10 Punkte
    • hab den film nie als "drogen-" (wahlweise auch "antidrogen-") film verstanden, sondern als film über sucht. wie sie dein leben zerstört, du irgendwelchen utopien - "träumen" - nachjagst und was den film so "ätzend" (bitte nicht falsch verstehen. find ihn gut, aber schwer zu ertragen) macht, ist, dass der zuschauer eigtl in jeder minute weißt, dass die protagonisten ihre pläne, träume, utopien etc nie erreichen werden.